100km-Lauf Wien 2003
Bei der 10. Austragung des Self-Transcendence 100 km Laufes am 1. Juni 2003 fanden sich um 6:00 Uhr morgens 54 Läufer auf der Prater Hauptallee ein.
100 km galt es als Einzelläufer oder in der Staffel zu bewältigen.
Die Runde von 2,5km Länge (Prater-Hauptallee-Heustadelwasser) mußte 40 Mal zurückgelegt werden.
Dreizehn Stunden standen den Läufern für diese Herausforderung zur Verfügung.
Wir warteten am Start noch ein paar Minuten, bis die ungarische Topläuferin Edith Berces ankam und sozusagen im fliegenden Start ins Rennen einstieg.
Die Atmosphäre war von Anfang sehr gut und die beiden Spitzenläufer, Dr. Markus Thalmann und Edith Berces gingen wie erwartet gleich in Führung.
Die Läufer wurden auf der Runde mit vielen Sprüchen, Luftballons, Figuren und einem Klangteppich der unzähligen Musikgruppen begleitet und inspiriert.
Da die Distanz in 40 Runden abgespult wurde, hatte man alle 2,5 km die Gelegenheit sich am Versorgungsstand Kalorien nachzutanken.
Die Tische bogen sich unter hausgemachten Aufstrichen, Torten, Suppen, Bananen, Getränken...
Jede Runde wurden die Läufer von ihrem persönlichen Zähler angefeuert und gezählt.
Wie der Name "Self-Transcendence 100km Lauf" schon sagt, ging es hier darum, seine eigenen Grenzen auszuloten und einen Schritt weiter zu gehen.
Es war eine enorme Herausforderung an den Körper, aber auch an die Psyche. Je länger die Distanzen beim Laufen werden umso höher ist die Anforderung an den Verstand.
In diesen unzähligen Stunden gab es für jeden Läufer Höhen und Tiefen, und jeder einzelne mußte einen Weg finden sich in Wellentälern neu zu motivieren, dran zu bleiben und das Ziel im Auge zu behalten.
Bei Ultraläufen geht es um weit mehr, als nur um Kilometer abzuspulen.
Ich habe einmal einen 5000km Läufer gefragt:
Warum macht man solche Läufe?
Es ist eine Herausforderung an Geist und Körper. Jedes Rennen ist anders und diese Disziplin, Ausdauer und Power die ich hier lernen kann, helfen mir ungemein in meinem Alltagsleben. Es gibt auch sehr viele Parallelen zum "daily life".
Es gibt Phasen im Laufen wo man den Eindruck hat, dass gar nichts mehr geht und wenn ich dran bleibe, spüre ich, dass ich mich wieder erhole und wieder normal laufen und das Rennen schaffen kann.
So gibt es auch im Leben Situationen, wo ich das Gefühl habe in einem Tunnel zu stecken, dann kann ich auf diese Lauferfahrung zurückgreifen, denn ich weiss, dass ich nur dran bleiben muss.
Bei diesen Worten bekommt man zumindest einen Eindruck wie komplex Laufen sein kann.
Das Wetter war abgesehen von einem Regenguss sehr gut und die Strecke war zu 90% von einem Blätterdach von der direkten Sonneneinstrahlung geschützt.
Erwartungsgemäss siegte bei den Herren Dr. Markus Thalmann (LCC) und bei den Damen Edith Berces(Resnik Xtreme Team).
Ein großes Lob von den Läufern ging auch an das Massageteam, das hervorragende Arbeit geleistet hat.
M:
| 1. | Dr. Markus Thalmann | 7:21:17 |
| 2. | Winfried Strallhofer | 7:48:13 |
| 3. | Michael Peel | 8:40:37 |
D:
| 1. | Edith Berces | 8:50:22 |
| 2. | Nidhruvi Zimmermann | 10:14:24 |
| 3. | Surasa Mairer | 10:24:02 |
