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Stiller Verstand, ...

Stiller Verstand:
Bevor du Sport treibst, kannst du sehr intensiv meditieren, um den Verstand ruhig und still zu machen, so dass keine negativen Gedanken in ihn eindringen. Haben negative Gedanken einmal den Verstand in ihren Besitz genommen, schaffen sie Verspannung, und dies lässt dich all deine Konzentration verlieren.

Vorstellungskraft:
Mit unserer Vorstellungskraft können wir unseren trickreichen Verstand vergessen und gewinnen. Wir schwächen uns, wenn wir uns vorstellen, schwach zu sein. Doch wir können uns stärken, wenn wir uns vorstellen, stark zu sein. Wir benützen unsere Vorstellungskraft oft in einer falschen Richtung. Anstatt uns durch unsere Vorstellungen zurückwerfen zu lassen, sollten wir sie dazu gebrauchen, dass sie uns vorwärts zu unserem Ziel hin bringen.
Die materielle Welt ist nicht die einzige Welt. Die innere Welt ist genauso wirklich wie die materielle Welt. Wenn du vom körperlichen Training nicht genug Freude erhältst, kannst du in die innere Welt gehen und meditieren. Auch kannst du Fähigkeiten von der inneren Welt in die äußere Welt bringen. Stelle dir zuerst vor, dass du besser bist als dein momentaner körperlicher Standard; dann bring deine mentale Fähigkeit auf deine körperliche Ebene herunter und lasse so deine Vorstellung Wirklichkeit werden.

Offensein für spirituelle Energie:
Die Quelle der Kraft ist unendlich viel stärker als die körperliche Stärke irgendeines Menschen.
Physische Energie besitzt nur eine Quelle, und diese Quelle ist die spirituelle Energie. Solange wir uns im Körperbewusstsein befinden, sind wir uns dessen nicht bewusst. Doch wenn wir in der Meditation tief in uns gehen, sehen wir, dass die spirituelle Energie die Quelle der körperlichen, vitalen und mentalen Energie ist.

Strebsamkeit, Erkennen der Bedeutung von Geist und Materie:
Geist und Materie gehören zusammen. Das innere Leben der Strebsamkeit und das äußere Leben der Manifestation müssen Hand in Hand gehen. Ansonsten bleibt der Geist abgehoben im Himmel und die Erde bleibt voller Unwissenheit und Unbewusstheit.

Dankbarkeit:
Vor dem Training oder einem Wettkampf schenke ich meinem Geliebten Höchsten einen Augenblick der Dankbarkeit dafür, dass er mich inspiriert hat, ein Sportler zu werden. Wenn wir Dankbarkeit anbieten, vergrößern wir unsere Empfänglichkeit Gott gegenüber. Die Vergrößerung dieser Empfänglichkeit wird automatisch auch unsere sportliche Leistungsfähigkeit vergrößern.

Instrument sein, Hingabe:
Überzeuge dich davon, dass du nicht der Wettkämpfer bist, sondern dass jemand anderes in und durch dich den Wettkampf bestreitet. So mache ich es. Ich versuche ein Instrument zu werden und lasse mich fühlen, dass Gott in und durch mich handelt.

Nie aufgeben, Zielstrebigkeit, Entschlossenheit, Geduld:
Wenn du ein Ziel hast, dann wirst du dieses Ziel mit Sicherheit früher oder später zu der von Gott gewählten Stunde erreichen. Erneuere jeden Tag deine Begeisterung. Wenn du Jahr für Jahr gestürzt bist, versuche aufzustehen. Wenn du am Gehen bist, gehe schneller. Wenn du am Laufen bist, laufe schneller. Doch denke nie daran aufzugeben.

(In: Sri Chinmoy, Sport & Meditation, 1990)

Surasa/Salzburg

 

page created by Giuseppe Trebo last modified 2007-06-27 05:13 AM
Contributors: Surasa Meirer
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