Ashrita der König des Guinness-Buch der Rekorde
Wie viele Leute haben nicht schon von einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geträumt. Für die meisten bleibt dies leider immer nur ein Traum. Allein nur ein einziger Rekord zu brechen ist schon oft eine unüberwindbare Hürde. Nur ganz wenige Menschen sind gewillt sich dieser Beanspruchung zu stellen.. Eine Ausnahmeerscheinung in dieser Hinsicht ist sicher der amerikanische Extremsportler Ashrita Furman, Mitglied des Sri Chinmoy Marathon Teams. Er hat insgesamt 93 Guinness-Buch Bestleistungen aufgestellt, hält derzeit 26 aktuelle Rekorde und ist noch immer nicht müde seine Serie auch weiterhin auszubauen.
Was treibt diesen mittlerweile 50-jährigen New Yorker dazu an so „verrückte“ Rekorde wie „Laufen mit einer Milchflasche auf dem Kopf“, „eine Orange eine Meile mit der Nase über den Asphalt schieben“ oder „über drei Stunden auf einem Medizinball stehen“, zu brechen? Ashrita sagt dazu: „Ein Rekord, der im Guinness-Buch steht, repräsentiert das Beste das je ein Mensch in dieser Kategorie vollbracht hat. Weil so viele Millionen von Menschen das Guinness-Buch lesen, hat dies einen sehr hoher Stellenwert.“
Wenn auch jeder seiner Rekorde auf seine Art und Weise ungewöhnlich ist, scheint doch etwas sicher: Das Wort „Unmöglichkeit“ fehlt in Ashritas Wörterbuch. Ashrita liebt die Herausforderung, ist dabei äußerst kreativ und möchte dazu noch Spaß haben und andere Menschen zum Lachen bringen. Zu den meisten der gebrachten Leistungen sind enorme Konzentration, Ausdauer und Geschicklichkeit notwendig.
Das Talent wurde ihm allerdings nicht in den Schoß gelegt, denn in jungen Jahren war er mehr für sein Bücherwissen als für seine sportlichen Qualitäten bekannt. Erst das Praktizieren von Yoga und Meditation brachten in ihm seine athletischen Seiten zum Vorschein. Ashrita muss sich seine Erfolge hart erarbeiten. Dennoch treibt ihn ständig eine innere Kraft zu neuen Herausforderungen und Spitzenleistungen an. Seine letzten drei Weltbestleistungen zeigen sehr deutlich mit welcher Ernsthaftigkeit und welcher Begeisterung Ashrita seiner Passion nachgeht: In Xiamen (China) legte er auf Ein-Meter hohen Stelzen 5 Meilen in 39 Minuten und 55 Sekunden zurück. Ein Monat später bewältigte er auf einem Hüpfball eine Meile in 15 Minuten und 3 Sekunden. Auch dies war Weltrekord. Wer aber glaubte, jetzt gehe dem Bioladenbesitzer die Luft aus, der sah sich gewaltig getäuscht. Schon Anfang April reiste Ashrita zu den Pyramiden nach Ägypten um eine weitere Höchstleistung zu vollbringen. Mit im Koffer befand sich ein ganz einfacher Billardstock. Drei Monate hatte er mit diesem Stab hart für seinen neuen Rekord trainiert. Gleich beim ersten Versuch schaffte er beim „Billardstock auf dem Zeigefinger balancieren“ 11,3 Kilometer gehend. Typisch für Ashrita dass er den Rekordversuch vor den Pyramiden bewältigt hat. Er liebt es nämlich auf historischen Plätzen sportliche Höchstleistungen zu vollbringen, dies gibt ihm zusätzliche Inspiration und Kraft. Kein Wunder dass er schon auf allen sieben Kontinenten Weltbestmarken aufgestellt hat.
Uns interessiert aber noch immer die Frage warum er so viele Rekorde bricht, warum er seine Freizeit mit diesen doch scheinbar entbehrlichen Rekorden auffüllt. Ashritas Kommentar dazu: „Ich versuche anderen zu zeigen dass unsere menschlichen Fähigkeiten unbegrenzt sind, wenn wir wirklich an uns selbst glauben.“ Und weiters: „Es ist so als gebe es einen gewissen Standart und wenn du einen Rekord brichst erhöhst du den Standart. Du hast den Rekord auf ein höheres Niveau gehoben.“ So erklärt können wir seine Rekordleistungen in einem neuen Lichte sehen. Und prompt laufen wir zum Bücherladen um die neueste Guinness-Buch Ausgabe zu kaufen. Wer weiß vielleicht ist auch eine Kategorie für uns dabei.
Und was sind Ashritas Pläne? Obschon er uns auf diese Frage eine Antwort schuldig bleibt, ist etwas ganz gewiss: Auch in Zukunft werden wir noch einiges von diesem Rekordenthusiasten zu hören bekommen.
Wer noch mehr über Ashrita Furman erfahren möchte der schaue auf http://www.ashrita.com
Roby Schiltz
